Bio-Siegel

EU-Bio-Siegel

Seit 2009 gibt es europaweit ein einheitliches Logo. Dieses Logo steht für die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung. Produkte, die die entsprechenden Mindeststandards an ökologischer Produktion und artgerechter Tierhaltung einhalten, sind mit diesem Siegel gekennzeichnet. 

Unter anderem werden somit, 

  • synthetische Pflanzenschutzmittel,
  • keine artgerechte Tierhaltung,
  • gentechnisch veränderte Pflanzen und Tieren,
  • Verabreichungen von Antibiotika und 
  • die Konservierung durch radioaktive Strahlen

unterbunden. 

 

Das staatliche Bio-Siegel

Seit 2001 existiert das staatliche Bio-Siegel. Wie auch das EU-Bio-Siegel, steht dieses Siegel für die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung. Allerdings darf es nur zusätzlich zum EU-Bio-Logo verwendet werden.

Warenzeichen der Verbände

Neben den staatlichen Bio-Richtlinien gibt es private Initiativen, die sich ganz der ökologischen Produktion verschreiben und freiwillig mehr machen, als der Gesetzgeber vorschreibt. Diese Verbände folgen eigens aufgestellten und noch strengeren Richtlinien, um eine verantwortungsvolle Landwirtschaft und Tierhaltung zu betreiben. In Deutschland gehören dazu die bekannten Ökoanbauverbände: Demeter, Bioland und Naturland.

Die wichtigsten Unterschiede zu den nationalen bzw. europäischen Bio-Siegeln sind: 

  • Umstellung auf ökologische Bauernhöfe
    Die Anbauverbände verlangen eine einheitlich ökologische Arbeit auf Hof und Acker. Die konventionelle Arbeit auf einem der beiden Gebiete ist nicht erlaubt.
  • Einsatz von konventionellen Futtermitteln ausgeschlossen
    Im Gegensatz zu den EU-Richtlinien dürfen konventionelle Futtermittel gar nicht mehr oder nur in engem Rahmen verwendet werden.
  • Mehr Flächenbindung
    Um eines der Warenzeichen zu erhalten, müssen die Bäuerinnen und Bauern Schweinen und Hühnern wesentlich mehr Platz bereitstellen, als es die EU vorschreibt.
  • Düngerzukauf nur aus ökologischen Betrieben
    Den Verbandsbauern ist es, anders als bei EU-Bio-Bauern, verboten Gülle und Jauche aus konventionellen Betrieben einzusetzen, auch nicht in Ausnahmefällen.
  • Weniger Hilfs- und Zusatzstoffe
    Verbandsbauern verzichten weitgehend auf Enzyme und natürliche Aromen. Dies ist für verschiedene Produktgruppen geregelt.

Im Folgenden stellen wir einige der Ökoanbauverbände vor, die sehr empfehlenswert sind:

Bioland

Bioland ist gemäß der Fläche und Mitgliederzahl der größte ökologische Anbauverband Deutschlands. Um das Bioland-Siegel zu erhalten, müssen die landwirtschaftlichen Betriebe alle Betriebszweige auf biologische Landwirtschaft umstellen. www.bioland.de

Demeter

Demeter ist ein Anbauverband der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Das heißt, dass hier die nachhaltige Bewirtschaftung der Natur und die natürlichen Prozesse im Boden und den Lebensmitteln selbst im Vordergrund stehen. www.demeter.de

Naturland

Naturland gehört zu den großen Zertifizierungsorganisationen von Bioprodukten und möchte ökologische Kompetenz mit sozialer Verantwortung vereinen. Auch Naturland deckt mit seinen Richtlinien Bereiche ab, die in den EU-Richtlinien nicht geregelt sind, wie etwa in der Textil- und Kosmetika-Herstellung. www.naturland.de

Fisch & Meeresfrüchte

Auch bei Fisch und Meeresfrüchten kannst du auf die Zertifizierung von Bioland oder Naturland achten. Ansonsten empfehlen wir den Greenpeace-Fischratgeber, um einen differenzierteren Überblick einzelner Fischsorten zu bekommen.


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