Politik zu kritischem Konsum aufrufen

Wie fair kauft unsere Kommune?

Neben den kirchlichen Einrichtungen könnt ihr euch auch für mehr Fairness bei der Beschaffung von öffentlichen Verwaltungsapparaten beziehungsweise euren Kommunen einsetzen. Wir zeigen dir einige Aktionsideen und Kampagnen, die sich bereits für öko-faire Bedingungen in euren Städten eingesetzt haben und viel bewegen konnten. Darüber hinaus nennen wir euch Tipps, wie ihr als Einzelne oder auch Gruppe für kritischen Konsum in der Politik einsetzen könnt.

Kampagne: Fairtrade Towns

 

Welche Stadt möchte sich nicht gerne „Fairtrade Town“ nennen? Das Bewusstsein für faire Produktionsbedingungen und Handelsstrukturen nimmt nicht nur in der Gesellschaft und bei uns kirchlichen Verbänden zu, sondern auch auf kommunaler Ebene. Als Fairtrade Town liegt man nämlich im Trend. Den Einsatz einer Stadt, öko-faire Produkte zu beschaffen und somit den kritischen Konsum zu unterstützen, bringt nicht nur den Titel als Fairtrade Town mit sich, sondern fördert auch ein nachhaltiges Engagement mehrere Akteure aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Wie kann ich mich beteiligen?

Packt euren Bürgermeister oder eure Bürgermeisterin an der Ehre. Jede Stadt und jede Gemeinde in Deutschland kann zur Fairtrade-Towns werden. Das Coole daran: Ihr könnt dafür sorgen, dass eure Stadt ebenfalls Fairtrade-Town wird, denn das Mitwirken der Bürgerinnen und Bürger ist eines der fünf Kriterien, um ausgezeichnet zu werden. Schaut nach, ob ihr schon Fairtrade-Town seid und erfahrt mehr über die Kampagne: www.fairtrade-towns.de

Was können wir tun? Sich Gehör verschaffen

Als junge Wählerinnen und Wähler seid ihr wichtig für die Politikerinnen und Politiker. Kommt mit ihnen ins Gespräch und tragt euer Anliegen des kritischen Konsums vor. Das kann ganz kreativ geschehen:

  • Ladet Politikerinnen und Politiker zu einem öko-fairen Frühstück ein
  • Schickt eurem Gemeinderat faire Nikoläuse vor Weihnachten
  • Veranstaltet ein Politik-Speed-Dating und löchert die Parteivertreterinnen und -vertretern im Minutentakt
  • Dreht einen Video-Clip mit euren Forderungen. Sendet ihn an eure Abgeordneten im Bundes- und Landtag und verbreitet ihn auf Youtube. 

Aktionstheater, Flashmob

Mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, in den Medien und somit vielleicht auch bei Lokalpolitiker/-innen erregt Ihr durch „Eyecatcher“-Aktionen, beispielsweise ein Straßentheater zu Arbeits- und Produktionsbedingungen oder kreative Flashmobs vor dem Rathaus.

Viele Anregungen dazu liefern Materialien von INKOTA, der Kampagne für Saubere Kleidung, oder des Aktionsbündnisses Gerechter Welthandel. Wichtig: Klärt vorher die rechtlichen Rahmenbedingungen eures Vorhabens ab – und vergesst nicht, auf euer Hauptanliegen und eure Forderungen aufmerksam zu machen.

Eilaktionen, Petitionen

Eine Petition ist eine Bitte an Politiker/-innen. Ihr könnt entweder echte Briefe formulieren, oder euch an Online-Petitionen beteiligen. Kampagnen rund um das Thema Öko-faire Beschaffung findet ihr hier, Eilaktionen in Fällen von ausbeuterischen Unternehmenspraktiken findet ihr hier.

Bürgersprechstunden nutzen

Warum nicht auch mal als Jugendgruppe in eine so genannte „Bürgersprechstunde“ gehen? Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker bieten regelmäßig die Möglichkeit, ihnen zu sagen, was man auf dem Herzen hat. Wieso nicht auch mal fordern, dass mit unseren Steuergeldern keiner Ausbeutung Vorschub geleistet werden soll, sprich: dass bei öffentlichen Aufträgen und Einkäufen auf soziale und ökologische Kriterien geachtet werden muss. Packt Politikerinnen und Politiker an ihrer eigenen Glaubwürdigkeit!

Anderen anschließen

Gemeinsam schaffen wir mehr. Deshalb sind entwicklungspolitische Bündnisse und gemeinsame Initiativen für den kritischen Konsum so wichtig. Informiert euch über die Arbeit in den Bündnissen und unterstützt deren Aktionen!


Eure Aktionen hier!

Welche kreativen Aktionen habt ihr schon gemacht? Schickt uns eure Ideen oder mailt uns eure Ideen und wir präsentieren eure Aktionen an dieser Stelle.