Fair-Kleidungs-Tipps

Faire Kleidung ist nach wie vor teurer als herkömmliche Mode. Klar, es sollen auch diejenigen davon leben können, die unsere T-Shirts und Hosen herstellen. Aber bei T-Shirt-Preisen zwischen 3,50 und acht Euro, wie bei Primark oder H&M, kann dies nicht garantiert werden. Hinzu kommt, dass die Herkunftsländer dieser Ware nicht angegeben sind. Im Gegensatz dazu ist ein hoher Preis nicht der Garant dafür, dass das Produkt unter fairen Bedingungen hergestellt wurde. Oftmals werden nur hochwertigere Materialien und aufwendiges Marketing verwendet, woraus sich der hohe Preis ergibt. Das heißt: Auch bei Hilfiger und Co. werden Klamotten in Fabriken produziert, in denen Discountware verarbeitet wird.

Was soll ich stattdessen tun?

Alternative: Überlege vor der nächsten Shopping-Tour, ob du überhaupt neue Klamotten brauchst. Lass dich auch nicht von ständigen Sonderangeboten und Sales in günstigen Modegeschäften verführen, denn meistens sind das die Produkte, die unter unfairen Voraussetzungen hergestellt wurden. Oft liegen in unseren Kleiderschränken noch alte Stücke, die mit etwas Kreativität modisch „aufgepimpt“ werden können. Schau doch mal auf Youtube oder in der App „Pinterest“ nach Tipps zur Aufwertung von alten Klamotten. Auch auf Seiten wie „Kleiderkreisel“ findest du gebrauchte Ware, die du für wenig Geld kaufen kannst. Dort kann man auch seine Jeans oder T-Shirts zum Tausch anbieten. Insgesamt lässt sich dennoch festhalten:  Kleidung länger tragen schont deinen Geldbeutel und die Umwelt.

Oder wie wär´s mit einer Kleidertausch-Party? Lade deine Freunde zu einer Party ein, zu der alle alte Kleidungstücke mitbringen und dann wird wild getauscht. So kommst Du an neue (second hand-)Klamotten, ohne etwas zu bezahlen. Hier hat die Katholische Jugend vorgelegt: Second-Hemd & Hose ist seit langem das Motto des Second-Hand-Marktes des BDKJ Trier. Der Erlös fließt u.a. in die Bolivien-Partnerschaft des Bistums.

Tipp für deine Jugendgruppe

Lamulamu – die Marke des Landjugendverlags der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) bezieht durch und durch fair gehandelte T-Shirts und andere Kleidungsstücke aus Kenia! Gerade hier kannst du super T-Shirts für deine Jugendgruppe, Veranstaltungen etc. bestellen, weil Du sie direkt bedrucken lassen kannst. www.lamulamu.de

Einen Überblick über faire Kleidung und verschiedene „grüne“ Anbieter findest Du bei Jugendhandeltfair.de

Siegel, Label & Co.

Es gibt Kleidung aus Baumwolle mit dem Fairtrade-Baumwoll-Siegel. Dann weißt du, dass die Baumwolle nach den Kriterien des Fairen Handels angebaut und geerntet wurde. Es ist aber wichtig, dass auch in den weiteren Produktionsschritten (Spinnerei, Näherei, etc.) Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ausbeutung geschützt sind.


Den Arbeitsschutz für die Bekleidungsindustrie kontrolliert beispielsweise die Fair Wear Foundation (FWF). Sie ist eine unabhängige Kontroll-Organisation, der Unternehmen beitreten können und somit den FWF-Verhaltenskodex anerkennen. Welche Unternehmen Mitglieder sind, kannst du auf der FWF-Homepage nachlesen: www.fairwear.nl

EINE ÜBERSICHT ÜBER SIEGEL UND LABEL 

  • Eine Übersicht verschiedener Siegel im Mode-Bereich findest du auf der Jugendseite Jugendhandeltfair.de
  • Ausführliche Infos rund um faire Mode gibt es auch auf der Seite Grüne Mode der CIR inklusive des coolen neuen Wegweisers durch den Label-Dschungel "Wear Fair".


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