„What the COP??“

Allgemeine Informationen zur UN-Klimakonferenz

Vom 6. bis 17. November 2017 findet die 23. UN-Klimakonferenz (COP23) unter der Präsidentschaft des pazifischen Inselstaates Fidschi in Bonn statt. Vertreterinnen und Vertreter aus über 178 Staaten setzen sich in diesem Zeitraum zusammen, um über Ziele und Maßnahmen des Klimaschutzes zu sprechen. Als Grundlage dient das im Jahr 2015 auf der COP21 in Paris festgelegte Klimaabkommen, welches die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzen soll. Um einen allgemeinen Überblick über den jährlich stattfindenden Klimagipfel zu erhalten, möchten wir euch grundlegende Fragen zur Klimakonferenz und insbesondere zur diesjährigen COP23 in Bonn beantworten.

Was ist die „COP23“?

Bei der COP23 handelt es sich um eine UN-Klimakonferenz, bei der Vertreterinnen und Vertreter aller Staaten zusammenkommen, welche die UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel („UNFCCC“) von 1992 unterzeichnet und ratifiziert (d.h. völkerrechtlich in Kraft gesetzt) haben. Mit diesem Übereinkommen verpflichten sich die beteiligten Staaten generell zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen. „COP“ steht für „Conference of the Parties“ und versammelt sich dieses Jahr zum 23. Mal (daher: COP23).


Welche Ziele verfolgt die COP 23?

Die Verhandlerinnen und Verhandler der Regierungen versuchen auf der COP23 erste Textentwürfe für die Regeln der konkreten Umsetzung des Paris-Abkommens von 2015 erstellen. Dabei soll ein so genanntes „Regelbuch“ entstehen, welches beim nächsten Klimagipfel 2018 in Kattowitz (Polen) beschlossen werden soll. Das Pariser-Abkommen gilt als Nachfolge des Kyoto-Protokolls von 1997 und sieht die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius – besser noch auf 1,5 Grad – gegenüber dem vorindustriellen Niveau vor. Das Abkommen zeigt, dass sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zu diesem Ziel bekennt.


Warum COP23 in Bonn und nicht in der Republik Fidschi?

Eine Präsidentschaft der Klimakonferenzen wird innerhalb der Vereinten Nationen nach einem Rotationsmodus entschieden. Für das Jahr 2017 fiel die Präsidentschaft auf ein Land aus der asiatischen Gruppe. Die Republik Fidschi hat sich bereit erklärt, diese zu übernehmen, jedoch richtet die Inselgruppe aufgrund der fehlenden Infrastruktur nicht als Gastgeber vor Ort aus. Grundsätzlich sieht die Geschäftsordnung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) vor, dass die Klimagipfel in dem Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen stattfinden. Und dies ist nun einmal Bonn.


Wo in Bonn findet die COP statt?

Insgesamt werden um die 25.000 Teilnehmenden aus den beteiligten Staaten auf den Flächen in unmittelbarer Nähe zum UN-Campus in Bonn erwartet. Speziell für die COP 23 wurde ein Zwei-Zonen-Konzept entwickelt, welches auch als Beispiel für zukünftige Konferenzen dienen soll: In der ersten Zone, der von der Fidschi-Präsidentschaft getauften „Bula Zone“ („Bula“ heißt in der Landessprache „Willkommen!“), finden offizielle Klima-Verhandlungen statt. In der „Bonn Zone“ finden Events und Ausstellungen zu konkreten Umsetzungsprojekten und Lösungsansätzen zum Klimaschutz statt. Neben diesen zwei Zonen finden in ganz Bonn Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz statt, die jedoch nicht von der UNFCCC oder der Bundesregierung ausgerichtet werden.


Was ist so besonders auf der COP23?

Die Konferenz soll eine der nachhaltigsten Veranstaltungen sein, die es bisher gegeben hat. Sie wird mit so wenig Treibhausgas-Emissionen wie möglich gestaltet und wird voraussichtlich auch nach EMAS (dem Eco-Management and Audit Scheme auf der Grundlage einer EU-Verordnung) zertifiziert. Insbesondere bei Aspekten des Abfallaufkommens, der Lebensmittelversorgung, Fairness und Inklusion ist die COP23 sehr transparent. Dabei wird beispielsweise überwiegend vegetarisches Essen angeboten. Die Aktivitäten werden vor Ort von einem externen Umweltgutachter überprüft.


Was kann die COP23 bewirken?

Im Ganzen stellt der UN-Klimaprozess ein wichtiges Zeichen für die internationale Kooperation zur Bewältigung des Klimawandels dar. Die Entscheidungen die auf den Klimagipfeln getroffen werden, entfalten meist eine weltpolitische Wirkung. Das Pariser Abkommen (COP21) beflügelte das Verantwortungsbewusstsein der beteiligten Staaten und zeigte sich als gutes Beispiel für die Wirkungskraft eines Klimagipfels.

Nach medienwirksamen Austritt Trumps aus dem Pariser Abkommen kann nun die COP23 ein weiteres Zeichen dafür setzen, dass sich immer noch die Mehrheit gemeinsam für die Bewältigung des Klimawandels einsetzt.


Weitere Informationen rund um die COP sowie Termine zu Veranstaltungen findet ihr auf folgenden Seiten:


Die hier genannten Informationen basieren grundsätzlich auf den Fragen und Antworten der "Bürgerinformationen" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur COP23. Link: www.cop23.de/buerger/buergerinformationen/