Bankengeschäft: Geheimes Geld

Eines der größten Bankinstitute der Welt ist die Deutsche Bank. In den vergangen Jahren wurde sie des Öfteren durch den „Dachverband der kritischen Aktionäre“ angemahnt, Gelder an Projekte oder Länder zu vergeben, die von anderen Banken aus moralischen Gründen eher abgelehnt wurden.

So soll die Deutsche Bank neben dem Bergbauunternehmen „Freeport“ auch dem chinesischem Ölkonsortium CNPC/PetroChina, welcher  aufgrund von Menschenrechtsverletzungen im Sudan bekannt ist, Geld zur Verfügung gestellt haben. Diese Firma hält Verbindungen zum sudanesischen Regime, das mit den Einnahmen aus diesen Ölgeschäften wiederum Waffen kauft. Diese Waffen wurden unter anderem im Krieg in Darfur/Sudan eingesetzt, was tausende von Menschenleben kostete.

Obwohl die Deutsche Bank Anfang der 90er Jahre dutzende ökologische und soziale Nachhaltigkeitserklärungen unterzeichnet hatte, setzte sie ihre finanziellen Dienstleistungen in Projekte wie diese. Weitere Informationen zu den Beziehungen zwischen der Deutschen Bank und der chinesischen Ölgesellschaft PetroChina findet ihr im Dossier „Deutsche Bank: Ein fragwürdiges Markenzeichen“ der Kritischen Aktionäre.

Was tun?

Als Kundin oder Kunde einer nicht ethisch korrekten Bank kannst du auch mithelfen einen Schlussstrich unter deren Geschäftspraktiken zu setzen. Mach den Geschäftsführenden klar, dass du nicht hinter diesen Projekten stehst und einen grundlegenden Wandel erwartest.

Habe auch keine Angst zu einer alternativen und grünen Bank zu wechseln, denn damit hast du einen viel größeren Einfluss, wenn die Großbanken ihre Privatkunden verlieren.
Einen Überblick über die besten grünen Banken gibt dir Utopia.

Ob eine Bank Geld an Projekte in der Rüstungsindustrie, der Kernenergie oder an Unternehmen mit menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen vergibt, wissen die wenigsten Anlegerinnen und Anleger. Banken veröffentlichen nur sehr ungern ihre Beteiligungen und berufen sich auf das Geschäftsgeheimnis. Geheimes Geld also!

Doch immer mehr Menschen wollen wissen, was mit ihrem Geld passiert und wechseln zu einer ethischen Bank.


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