Kein Essen für den Eimer

Die Energie von Dingen, die produziert, gekauft und dann in den Müll geworfen wurden, ist auf jeden Fall verschwendet. Dann ist es auch egal ob die Nahrungsmittel fair gehandelt oder mit Bedacht ausgewählt wurden. So absurd das klingt, selten ist das nicht: Jeder und jede Deutsche wirft durchschnittlich im Jahr 82 Kilo Lebensmittel weg. Und was das alles kostet: 235 € landen so einfach im Müll.

Innerhalb der Kette gibt es verschiedene Stellen an denen Lebensmittel weggeworfen werden. Nicht alle sind für die Konsumentin und den Konsumenten zugänglich. Schon bei der Produktion und im Großmarkt fliegt vieles raus, weil Produkte nicht abgerufen oder Bestellungen mit einem Puffer geplant wurden. Später werden auch in den Supermärkten nicht verkaufte Produkte weggeworfen. Genau diesem Problem nimmt sich die Plattform Foodsharing.de an. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nehmen die Produkte in den Supermärkten an und bringen sie an Fair-Teiler-Stationen an denen sich jeder kostenlos bedienen kann. Mehr dazu gibt’s auf der Seite von Foodsharing.de

Der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung fängt aber bei dir an. Das beginnt beim Einkaufsverhalten: Versuche nur das zu kaufen, was du brauchst. Das geht am einfachsten, wenn du dir vorher einen Einkaufszettel schreibst auf dem steht, was du wirklich brauchst.

Wenn die Lebensmittel dann bei dir sind, denke daran, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum ein MINDEST-haltbarkeitdatum ist. Viele Produkte halten viel länger als darauf angegeben. Um das herauszufinden, solltest du das Produkt mit allen Sinnen begutachten: Riecht es komisch? Hat Gasbildung stattgefunden? Ist Schimmel sichtbar? Hat sich die Farbe geändert? Das sind alles Zeichen dafür, dass das Lebensmittel nicht mehr so gut ist.

Wenn optisch nichts auffällt, kannst du immer noch probieren.

Was tun?

Als Basis aller Kaufentscheidungen sollten wir uns überlegen, was wir wirklich brauchen – auch bei Lebensmitteln!

  • Mache dir vor deinem Einkauf eine Liste und notiere, was du brauchst!
  • Lass dich nicht schnell von Sonderangeboten verführen!
  • Koche so viel, wie du auch essen wirst!
  • Übrig gebliebene Speisen kannst du erneut aufwärmen, einfrieren oder kreativ zu neuen Rezepten zusammenwürfen.
  • Gehe nicht blind nach Mindesthaltbarkeitsdatum! Wenn das Produkt noch gut aussieht und riecht, ist es meist noch brauchbar.

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