Lagerung und Haltbarkeit

Beim Wocheneinkauf mit zu viel Hungergefühl eingekauft und schon hat man den Kühlschrank mit reichlich Lebensmittel gefüllt, die am Ende meist wieder weggeworfen werden. Ein offener Joghurt oder Quark, deren Mindeshaltbarkeitsdatum überschritten wurde landet in der Regel viel zu schnell in der Mülltonne. In einigen Fällen halten sich deine Lebensmittel länger als auf der Verpackung angegeben wird. Unser Artikel Lebensmittelverschwendung weist bereits auf den übermäßigen Verfall von Lebensmitteln in Deutschland hin: Über 82 Kilo Lebensmittel wirft jeder und jede Deutsche durchschnittlich im Jahr weg – und somit auch 235€, die du eigentlich sparen kannst.

Wir möchten dir mit diesem Artikel ein paar Tipps geben, wie du den Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung angehen kannst. In ein paar wenigen Schritten lernst du ganz einfach, wie bestimmte Lebensmittel richtig gelagert werden und wie lange sie dadurch haltbar sind.

Schritt 1: Der Einkauf

Alles beginnt bei deinem Einkauf im Discounter oder auf dem Wochenmarkt. Plane deinen Einkauf und verschaffe dir schon im Vorhinein einen Überblick über deinen Lebensmittelvorrat. Gerade durch mehrere – häufig unnötige – Einkäufe entstehen Lebensmittelabfälle. Nutze deshalb kleine Helfer, wie zum Beispiel einen Wochenplan oder eine Kreidetafel, mit denen du deine Einkäufe im Voraus gut planen kannst.

Lasse dich zudem im Discounter nicht direkt von Sonderangeboten verführen, wenn du sie nicht aufbewahren oder verzehren kannst. Drei Artikel zum Preis für Zwei sind daher nicht immer ein Vorteil.


Schritt 2: Die richtige Lagerung von Lebensmitteln

Viele lagern ihre Lebensmittel nicht richtig, sodass sie schneller ihre Haltbarkeit verlieren können. Gerade bei Obst und Gemüse ist es oft unklar, was in den Kühlschrank gehört und was nicht. Auch das gezielte Sortieren deiner Lebensmittel im Kühlschrank verbessert die Mindesthaltbarkeit der Produkte. Kühlschränke besitzen verschiedene Kältezonen, wobei es unten am kühlsten ist und oben zunehmend „wärmer“ wird.

Unsere Faustregel lautet: Nicht alles gehört in den Kühlschrank. Einige Obst- und Gemüsesorten können auch trocken im Vorratsschrank gelagert werden.

Was gehört in den Kühlschrank wohin?

Unten im Obst- und Gemüsefach: Nicht jedes Obst und Gemüse kann dort gelagert werden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nennt dabei als Faustregel: Heimisches liebt es kühl, Exoten mögen es warm. Südfrüchte, wie Banane, Mango und Zitrusfrüchte bilden allerdings die Ausnahme und mögen die Kälte.

Auf den Glasplatten (unten): Da es dort noch mit am kühlsten ist, sollten dort verderbliche Produkte, wie Fleisch und Fisch gelagert werden.

In die Mitte: Käse und Milchprodukte.

Ganz oben: Selbstgekochtes Essen. Besser ist es, diese Essensreste in andere Behälter, wie Tupperdosen umzufüllen.

In die Tür: Eier, Butter und Getränke.

Tipps und Tricks für die Aufbewahrung im Kühlschrank

  • Lebensmittel nach dem Einkauf sofort einräumen
  • Lebensmittel gut verpacken, sonst trocknen sie aus oder verändern ihren Geschmack
  • Salat und Tomaten möglichst trennen. Tomaten müssen nicht unbedingt in den Kühlschrank
  • Pilze aus der Plastikverpackung nehmen. Das sich bildende Kondenswasser führt dazu, dass die Pilze schneller faulen. Lieber in einer Papiertüte oder auf einer Küchenrolle lagern

Mach mit beim Kühlschrank-Spiel von „In Form“, der Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung!.

Lebensmittel außerhalb des Kühlschranks

Längerfristig haltbare Lebensmittel in Konserven oder verschlossenen Verpackungen können in Vorratsschränken, möglichst trocken und dunkel gelagert werden. In deiner Speisekammer haben Produkte, wie Mehl, Salz, Zucker, Reis, Nudeln oder Cerealien zu lagern. Damit diese Lebensmittel nicht schnell verderben, solltest du immer einen Überblick darüber behalten, wann die Mindesthaltbarkeitsdaten ablaufen. Zudem solltest du beachten:

  • Neue Produkte sollten immer nach hinten gestellt werden, damit die ältere Ware eher verbraucht wird
  • Angebrochene Produkte sollten in Tupperdosen oder dicht-schließende Behälter umgefüllt werden
  • Backwaren gehören dort nicht offen gelegt hin. Lege sie in ein Küchentuch ein und versehe sie in einen Brotkasten. Wenn du zu viel Brot gekauft hast, kannst du auch die Hälfte einfrieren

Schritt 3: Die Haltbarkeit von Lebensmitteln

Nachdem die Haltbarkeit von Lebensmitteln abgelaufen ist, gehören sie nicht unbedingt in die Tonne. Das Mindeshaltbarkeitsdatum ist lediglich eine Empfehlung des Herstellers, das Produkt in der genannten Frist aufzubrauchen, solange es geschlossen und richtig gelagert wurde.

Tipp: Gehe nach dem Geruch, Geschmack und dem Aussehen des Produktes, welches das MHD überschritten hat. Solange ein offener Quark oder Joghurt noch gut aussieht, riecht und schmeckt, ist dieser auch noch genießbar. Bleibe jedoch bei leicht verderblichen Produkten, wie Fisch und Fleisch vorsichtig! Ist das „Verbrauchsdatum“ dieser Produkte überschritten, besteht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung. Achte dabei darauf, sie richtig zu lagern.

Wissenstest bei „Zu gut für die Tonne“

In diesem Artikel haben wir dir einen groben Überblick darüber gegeben, wie du Lebensmittel länger lagern kannst, sie haltbarer machst und somit nicht schneller wegwerfen musst. Bei „Zu Gut für die Tonne“ kannst du nun dein Wissen testen, ob du mehr über die Verschwendung von Lebensmitteln weißt. Hier findest du den Wissenstest.


Quellen:

Themen